www.angst.hexal.deUrsachen von Angst
Teufelskreis der Angst
Wieso kann die Angst so aus dem Ruder laufen, dass sie statt Schutzmechanismus zu sein zur Qual wird? Das liegt wesentlich an der Art und Weise, wie eine einzelne Person Dinge sieht und bewertet. Verantwortlich dafür ist unser Gehirn. Menschen mit einer Angststörung schätzen Ereignisse als bedrohlich ein, die Gesunde für risikolos halten. Mit der negativen Einschätzung wird ein Kreislauf gestartet, der in folgender Abbildung am Beispiel der Panikstörung näher beschrieben wird.
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Nehmen wir einmal an, Sie haben das Gefühl, Ihr Herz schlägt schneller
als sonst
Durch diese Angst werden weitere körperliche Veränderungen hervorgerufen.
Nun fangen Sie auch noch an zu schwitzen, Sie bekommen Schüttelfrost (=
körperliche
Symptome). Nun haben Sie das Gefühl, ihr Herz schlägt noch schneller
Dieser Kreislauf kann mehrfach durchlaufen werden, wodurch sich die Angst hochschaukelt und die körperlichen Symptome immer stärker werden. Die Entladung der Spannung und Erregung läuft im Falle einer Panikstörung in Form einer Panikattacke ab. Diese wiederum macht den Betroffenen noch empfindlicher für die Wahrnehmung körperlicher Veränderungen. Es entwickelt sich eine Angst vor der Angst (Erwartungsangst). So entsteht ein Teufelskreis, aus dem nicht mehr so leicht ausgestiegen werden kann. Was macht also der Betroffene, um diesem zu entgehen?
Angstabwehr im Alltag – Vermeidungsverhalten
Um dem Teufelskreis zu entrinnen, versuchen diese Menschen die Angstempfindungen
körperlicher und gedanklicher Art zu unterdrücken,
Diese Handlungsweisen verstärken jedoch die Angstproblematik und verlängern die Angstreaktion sogar. Gelänge es den Betroffenen hingegen, die Angst zu ertragen und nicht zu vermeiden oder zu flüchten, würde diese mit der Zeit von allein verschwinden. Angst wird erst zu einer Erkrankung durch den Versuch, die Angst zu unterdrücken, sie nicht auszuhalten, sondern sie zu vermeiden.
Wer den Teufelskreis durchbricht, hat gewonnen!
Es gibt nur eine wirksame Strategie für den Ausweg aus der Angst: Man muss sich der Angst aussetzen, sie ertragen und darf nicht davonlaufen. Je früher dies erfolgt desto besser, denn mit der Zeit dehnt sich die Angst aus, greift auf weitere Situationen und Objekte über, wodurch die Behandlung immer aufwendiger wird. Angehörige sollten daher auch die Vermeidungsstrategien nicht unterstützen, sondern helfen, diese abzubauen.
Andere Erkrankungen als Angstauslöser
Angststörungen müssen nicht immer eine eigenständige Krankheit sein, sie können auch als Folge einer Erkrankung der Seele und des Gemüts (psychische Erkrankung), des Nervensystems (neurologische Erkrankung) oder der Körperorgane (körperliche Erkrankung) auftreten.
Beim erstmaligen Auftritt sollte daher abgeklärt werden, ob nicht eine organische oder psychiatrisch-neurologische Erkrankung vorliegt. Werden sie hierzu beim Hausarzt vorstellig, er wird die notwendigen Untersuchungen einleiten bzw. durchführen. Eine Wiederholung dieser Analysen bei anderen Ärzten ist nicht angebracht, sie können nur zu gleichen Ergebnissen führen!
Keine Flucht in Alkohol und Drogen!
Viele Menschen mit einer Angststörung versuchen, ihre Anspannung und Erregung mit Alkohol oder Drogen zu betäuben. Das sollten Sie auf jeden Fall unterlassen! Eine Flucht in die Welt der Drogen ist denkbar ungeeignet. Amphetamine, Cannabis, Kokain, Designerdrogen, Ecstasy, LSD, Marihuana, Haschisch u. a. verstärken die Ängste noch mehr. Vom Gebrauch gelangt man schnell zum Missbrauch und in die Abhängigkeit. Dies ist kein Gewinn, sondern eine zusätzliche Komplikation.




